
So viele Verkehrstote könnten vermieden werden, wenn sich die Menschen
nur an die einfachsten Sicherheitsregeln halten würden. Zum Beispiel sich
im Auto anzugurten. Es gibt Situationen, in denen kann dieser Gurt- der
ja nicht umsonst "Sicherheitsgurt" genannt wird- Leben retten. Beim Ge-
schäftsauto der Firma, in der ich zur Zeit arbeite, war vor kurzem die Bei-
fahrertür kaputt, weil einer der Arbeitskollegen irgendwo zu nah aufge-
schlossen hatte und damit eine Mauer oder so was streifte. Die Tür schloss
nicht mehr hundertprozentig richtig, und es war durchaus möglich, dass
sie plötzlich während der Fahrt aufging. Inzwischen ist der Schaden wieder
repariert, glücklicherweise, denn so etwas kann sehr gefährlich enden. Vor
allem, wenn der Beifahrer in einer solchen Situation nicht angeschnallt ist!
Klar sind Sicherheitsgurte nicht immer und nicht für alle Menschen ange-
nehm. So muss eine Kollegin, die ziemlich klein und ziemlich umfang-
reich zugleich ist, den Sicherheitsgurt, egal in welchem Auto, immer wie-
der verstellen. Sonst drückt er ihr entweder in die Brust-, die noch dazu
ziemlich gross ist- oder in den Bauch. Auch hat sie etwas Mühe, den Gurt
um ihre Körperfülle rumzukriegen. "Noch dicker darf ich wirklich nicht
mehr werden", seufzte sie, als sie sich das letzte Mal in das Auto ihrer
Eltern setzte, das sie für ein paar Tage ausleihen durfte. Dennoch darf
die Frage gestattet sein, was wohl das kleinere Uebel sei: eine leichte,
vorübergehende Atemnot oder ein tragischer Verkehrstod?
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