Mittwoch, 12. Juni 2019

Aufzeichnungen eines Aussenseiters, 12.6.2019

"Das Umweltproblem zu einem Bevölkerungsproblem
umzudefinieren, ist die Lieblingsvorstellung der Kon-
servativen."
(Ulrich Thielemann, CH-Wirtschaftsethiker)

Ja, unser Klima wird zum Problem, ach was, ist schon
ein Problem! Die Sommermonate der letzten Jahre
haben es doch gezeigt: Wir hatten fast 40 Grad, in
einem Land, in dem die Normaltemperatur im Som-
mer bei 25 Grad sein sollte! Ja, wir Menschen tragen
eine Mitschuld an der Situation! Aber wir dürfen und
können nicht uns Menschen allein die Schuld zuschie-
ben. Da spielen so viele weitere Faktoren noch mit.
Das Bevölkerungswachstum mag einer davon sein, der
hat aber nichts damit zu tun, welcher Mensch sich zu
welcher Zeit an welchem Ort aufhält. Die Klimadebatte
mit der Ausländerthematik zu verknüpfen ist eine völlig
haltlose Idiotie, wie sie nur den Mitgliedern der SVP, der
Schweizerischen Verblödungspartei, einfallen kann! Das
Klima ist ein globales Thema, es kann nur international
angegangen werden! Unsere Neutralität bringt uns hier
absolut nicht weiter!
Für einmal ist es die Jugend, die versucht, den alten
Knackern die Augen zu öffnen. Schüler gehen freitags
statt zur Schule auf die Strasse und demonstrieren für
Klima- und Umweltschutz. Und das Gesicht dieser
neuen Jugendbewegung stammt aus Schweden und
heisst Greta Thunberg.
Bildergebnis für greta thunberg
Auch wenn ich es durchaus lobenswert finde, dass sich
Jugendliche engagieren, gerade bei solch wichtigen
Themen, gewonnen wird damit leider nichts. Je lau-
ter wir schreien, ob jugendlich oder alt, oder minder-
jährig oder erwachsen, umso mehr CO2 stossen wir
aus und heizen dem Klima nur noch mehr ein, also
eigentlich genau das Gegenteil von dem, was wir
wollen. Greta selbst, eigentlich noch ein Schulmäd-
chen, wird von Nation zu Nation weitergereicht, hält
Reden vor den Vereinten Nationen, doch wie kommt
sie von Ort zu Ort? Mit dem Flugzeug, dem Klima-
killer schlechthin!
Wie aber können wir überhaupt etwas für unser Klima
tun? Indem wir beispielsweise den öffentlichen Ver-
kehr benutzen statt das Auto; indem wir unsere Wiesen
wieder mit Sensen mähen statt mit viel zu schweren
Sitzrasenmähern, die den Boden verdichten und ihn
dadurch kaputtmachen; indem wir unseren Benzinver-
brauch auf das absolute Minimum beschränken- anders
geht es nicht! Also dann, packen wir's an!

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