des Ausflugs war allerdings geheim, das sollte eine Ueber-
raschung sein. Erst unterwegs wurde uns offenbart, wohin
die Reise ging. Nämlich in die Westschweiz, zuerst nach
Avenches zum Nationalen Pferdegestüt, danach nach
Yverdon-les-Bains in den Naturpark Champ-Pettit. Von
dort aus ging es an den Neuenburgersee, den grössten See,
der vollständig auf Schweizer Boden liegt. Grösser also
als der Vierwaldstättersee. Der Bodensee, der Genfersee
und der Lago Maggiore schieden für diesen Titel natürlich
von vornherein aus, da sie auch auf deutschen, französi-
schen oder italienischen Boden liegen. Wieso heisst es
eigentlich, der See liegt auf dem Boden? Das ist doch ver-
kehrt, der Boden wäre doch eigentlich auf dem Grund des
Sees, also unter dem See? Oder fällt mir da nur mal wieder
irgendwas absolut Unsinniges auf? Beim Nationalen Pfer-
degestüt z.B. fiel mir ein Bachlauf, an dem ich eine Erd-
kröte entdeckte, mehr auf als die Pferde. Nun ist eine Erd-
kröte zwar nichts Unsinniges, etwas seltsam ist das aber
dennoch.
Beim nächsten Halt, dem Naturpark Champ-Pettit, hatten
wir die Wahl zwischen einem Uferpfad, einem Waldpfad
und einem Gartenpfad. Wir entschieden uns für den Ufer-
pfad, der, auf Holzstegen, über ein Feuchtgebiet führt, in
dem es viele Frösche gibt.
Auch für Vögel soll es dort bekannt sein, wir sahen aber
lediglich einige Haubentaucher.
Danach ging es zum Mittagessen an den Neuenburgersee,
wo nach dem Essen alle tun konnten, was ihnen am ehesten
behagte. Da waren welche, die machten ein Mittagsschläf-
chen, andere gingen spazieren, spielten Spiele, Federball
oder Fussball. Ein paar Schwäne kamen auch in unsere
Nähe, und wieder einmal war ich erstaunt, dass es immer
noch Menschen gibt, die Schwäne für gefährlich halten,
weil sie nicht genau wissen, wie man sich ihnen gegen-
über verhält. Diese Schwäne aber waren friedlich, immer-
hin hatten sie keine Jungvögel, die sie hätten verteidigen
müssen. Ich finde, man sollte vor Schwänen Respekt haben,
das schon, aber Angst ist nicht angebracht. Ich persönlich
bin bei Gänsen eher ängstlich als bei Schwänen, aber auch
mit denen kann man klarkommen.
Irgendwann im Verlauf des Nachmittags traten wir, alle
zufrieden mit dem Ausflug, die Rückreise an. Das Einzige,
was ich bedauerte, war, dass, da niemand wusste, wohin es
ging, ich keine Badesachen dabei hatte. Mit Haubentauchern
bin ich schon geschwommen, mit Schwänen noch nie.
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