Immer wieder, insbesondere aber in den Geschichten von Carl Barks, bekommt es Dagobert Duck seit 1950 mit einem schurkischen Geschäftsmann mit Schweinekopf zu tun. Dieser trat unter verschiedenen Namen auf, ehe sich irgendwann der Name Borstinger durchsetzte. Obschon die Figur durchaus Potential gehabt hätte, wurde Borstinger nie so bekannt wie Dagoberts andere Konkurrenten Mac Moneysac und Klaas Klever. PLATZ 2: Die Panzerknacker
Die Panzerknacker, im Original Beagle Boys, sind eine Verbrecherorganisation oder Verbrecherfamilie oder beides- so ganz klar ist das nicht immer. Ihr Ziel Nummer eins ist es, den Geldspeicher von Dagobert Duck auszurauben- dieser hat deshalb eine Heidenangst vor den Panzerknackern, deren Oberhaupt, Opa Knack, er schon seit jungen Jahren kennt. Die Panzerknacker sind jene Schurkenfiguren, die Carl Barks seit ihrem Debüt 1951 am häufigsten verwendete, wobei ihre Anzahl variierte. Schon sehr bald griffen auch andere Künstler die Figuren auf- und obschon sie sich in vielen Geschichten- anders als bei Barks- eher trottelig anstellen, gelten sie inzwischen als die am häufigsten auftretenden Disney-Schurken.
PLATZ 3: Schmu Schubiack
PLATZ 3: Schmu Schubiack
Schmu Schubiack, im Original Chisel McSue, gehört zu den heimtückischsten, bedrohlichsten und brutalsten Bösewichten aus Carl Barks' Feder. Wie viele andere Figuren hat Barks auch Schubiack nur einmal verwendet, in der Geschichte "13 Trillionen" ("The Horse-Radish Story", 1953), in welcher Schubiack versucht, Dagobert sein Vermögen abzuluchsen. Andere Zeichner und Autoren griffen die Figur auf und liessen ihn ähnlich wie Barks agieren- mit faulen Tricks versucht er, an Dagoberts Vermögen zu kommen. Im Gegensatz zu den Panzerknackern ist Schubiack aber kein kleiner Krimineller, sondern eher ein Betrüger im grossen Stil, der sich oft an der Grenze zwischen legal und illegal bewegt.PLATZ 4: Mac Moneysac
Mac Moneysac ist Dagobert Ducks Kontrahent um den Titel der reichsten Ente der Welt. Ursprünglich von Carl Barks 1956 als südafrikanischer Millionär konzipiert, wurde er von späteren Autoren nach Entenhausen verlegt, da das Bild eines ausbeuterischen Weissen in Südafrika zur Zeit der dort herrschenden Apartheid Konfliktpotenzial bot- einzig Don Rosa, der sich stärker als alle anderen Disney-Künstler auf das Werk von Carl Barks bezieht, lässt ihn weiterhin als Südafrikaner auftreten. Für die Zeichentrickserie "Duck Tales- Neues aus Entenhausen" wurde er optisch zu einem Schotten umfunktioniert. Mac Moneysac, der im US-Original Flintheart Glomgold heisst, ist so etwas wie ein böser Zwilling von Dagobert- er ist genau so geldgierig und geizig, hat aber weniger bis gar keine moralische Skrupel, auch unlautere Methoden anzuwenden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Schurken, denen die Ducks bisher gegenüber standen, würde Moneysac sogar über Leichen gehen, um sein Ziel zu erreichen. So etablierte er sich in den USA zu Dagoberts Kontrahenten Nummer 1, während in Italien der ähnlich angelegte, aber eher farblosere Klaas Klever diese Stellung einnimmt.
PLATZ 5: Dettmar Duck
PLATZ 5: Dettmar Duck
Dettmar Duck ist ein Bruder von Dagobert und Herausgeber der Zeitung "Der Rasende Kurier". Er ist Journalist mit Herz und Seele und erkennt eine gute Story sofort. Nichts ist ihm wichtiger als das Überleben seiner Zeitung, was ihn immer wieder in Konflikt mit Dagobert bringt, der die Zeitung gerne besitzen möchte und versucht, Dettmar hinters Licht zu führen. Dettmar Duck war die erste Figur, die Romano Scarpa 1956 als Autor und Zeichner zum Disney-Kosmos hinzu erfand und schon bald griffen auch andere Künstler den Charakter auf- allerdings nur in den italienischen Comics, in den USA konnte sich Dettmar Duck nicht durchsetzen. PLATZ 6: Opa Knack
Seine Enkel lernten die Leser bereits 1951 kennen, Opa Knack aber tauchte erst um 1957/58 erstmals in Geschichten von Carl Barks auf- obschon er und Dagobert Duck sich schon in ihren jungen Jahren begegnet sind. Seither taucht Opa Knack immer wieder auf, wird von verschiedenen Zeichnern aber oft unterschiedlich dargestellt.
PLATZ 7: Gundel Gaukeley Die erste selbst verdiente Münze des reichsten M annes der Welt soll magische Kräfte besitzen- glaubt zumindest die Hexe Gundel Gaukeley. Zu ihrem Glück hat der reichste Mann der Welt, Dagobert Duck, seine erste selbst verdiente Münze nie weggegeben. Zu ihrem Pech hütet er sie wie seinen Augapfel, ist er selbst doch der Überzeugung, dass diese, sein Glückszehner, ihm seinen Reichtum überhaupt erst eingebracht hat. Mit allen möglichen (und sogar unmöglichen) Tricks versucht die Hexe, die am Fusse des Vesuv wohnt, Dagobert diese Münze seit 1961 abzuluchsen, um sie zu einem magischen Amulett einzuschmelzen, welches ihr zu Macht und Reichtum verhelfen soll. Die Hexe, die im US-Original den passenden Namen Magica de Spell trägt, wurde zu einer nicht nur in den USA beliebten Schurkenfigur, in italienischen Disney-Comics (wo sie Amelia heisst) avancierte sie zu einer der beliebtesten Figuren überhaupt.PLATZ 8: Klaas Klever
Auch Klass Klever wurde 1961 von Carl Barks erfunden, nur kurz nach Gundel Gaukeley. Barks verwendete ihn allerdings nur ein einziges Mal, in "Das Bootsrennen" ("Boat Buster"). In der deutschen Übersetzung wurde er dort Emil Erpel genannt, der Name Klaas Klever setzte sich erst später durch. Im Original gab Barks ihm den Namen John D. Rockerduck, in Anlehnung an den realen Milliardär John D. Rockefeller. Nachdem ein Urenkel des Milliardärs verschwunden war und schliesslich gerade zu der Zeit, als die Geschichte erschien, für tot erklärt wurde, hielt Barks es für pietätlos, diese Figur weiter zu verwenden. Andere Zeichner und Autoren waren anderer Meinung, vor allem in Italien entwickelte sich Klaas Klever zu Dagobert Ducks Geschäftskonkurrenten Nummer Eins. Hervorzuheben ist hierbei vor allem Romano Scarpa, der Klevers optisches Erscheinungsbild etwas umgestaltete. Klevers Beliebtheit in italienischen Comics sorgte dafür, dass der Charakter auch in den USA doch wieder in Comics auftrat, wobei vorwiegend Jack Bradbury zu erwähnen wäre, der Klever optisch noch etwas weiter entwickelte, hin zu der Figur, die wir heute kennen. Klever ist ein ähnlicher Charakter wie Mac Moneysac, im Gegensatz zu diesem aber in Entenhausen ansässig und Konkurrent Dagoberts um den Titel des reichsten Mannes der Welt- wobei er meist hinter Moneysac erst an dritter Stelle steht. Ebenso wie Moneysac greift er auch zu betrügerischen Mitteln, um seine Ziele zu erreichen, agiert aber weniger skrupellos. All dies, sowie seine Mitgliedschaft im Entenhausener Milliardärsclub, wo er ständig mit Dagobert streitet und Wetten eingeht, die er regelmässig verliert und dafür seinen Hut essen muss- ein Running Gag-entwickelten sich erst mit der Zeit und waren in Barks' einziger Geschichte mit dieser Figur noch nicht vorhanden.PLATZ 9: Shandy Schofel
Dagoberts ältester Gegner, was seine Biographie betrifft, war der betrügerische Shandy Schofel, mit dem er schon als Goldgräber am Klondike aneinander geriet. Allerdings erfuhren die Leser von dieser Episode erst 1965 in einer Carl Barks-Geschichte, die Dagoberts Vergangenheit etwas genauer durchleuchtete. Schofel hegt einen tiefen Groll gegen Dagobert, er ist ein trickreicher, habgieriger Betrüger. Barks nannte den schweinsgesichtigen Schurken im Original Soapy Slick, womit er sich auf die historische Figur des Betrügers Soapy Smith bezog, der die Inspiration zu Shandy Schofel war. Nach Barks wurde Schofel auch von anderen Autoren, am meisten aber von Don Rosa in dessen umfangreicher Dagobert-Biographie "Sein Leben, seine Millionen" verwendet
PLATZ 10: Iku
PLATZ 10: Iku
Iku, manchmal nach seinem Nummernschild auch IQ 176 genannt (im US-Original Intellectual-176 oder I-176) ist ein Panzerknacker und einer der wenigen, die etwas herausstechen. So trägt er statt der üblichen Mütze einen Doktorhut und eine Brille. Iku hat von allen Panzerknackern den schärfsten Verstand, dennoch sind seine Pläne kaum erfolgreicher als diejenigen seiner Brüder. Iku wurde 1967 von Vic Lockman und Pete Alvarado erfunden, ab 1972 trat er auch in brasilianischen Disney-Comics auf. Hin und wieder wird er auch in italienischen Comics verwendet, etwa von Massimo De Vita (Bild), wirklich international scheint sich der Intelligenz-Knacker aber eher schlecht durchgesetzt zu haben.
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