Zürich, die grösste Stadt der Schweiz, hat auch den
quadratmetermässig grössten Zoo des Landes. Im
Gegensatz zu vielen anderen Zoos wie Basel oder
Bern sieht sich der Zoo Zürich auch als Naturschutz-
zentrum. Tierarten, denen nicht mehr der nötige
Platz gegeben werden konnte (bspw. Schimpansen)
wurden abgegeben, Hauptaugenmerk sind heute vor
allem stark bedrohte Tierarten. So hält Zürich nicht
die öfter gesehenen Afrikanischen Löwen, sondern
die seltenen, nur noch im indischen Gir-Wald vor-
kommenden Asiatischen Löwen.
Der Zoo engagiert sich auch bei verschiedenen
Schutzprojekten weltweit, am bekanntesten ist
wohl das Projekt im Masoala-Regenwald auf Ma-
dagaskar. Eine Nachbildung davon bietet der Zoo
mit der Masoala-Halle, in der Tiere wie Rote Varis
und Chamäleons frei umherlaufen.
Auch für seine Elefanten ist Zürich bekannt. Wäh-
rend Basel Afrikanische Elefanten hält, gehört
Zürich durch zahlreiche Zuchterfolge zu den füh-
renden Zoos in Bezug auf Asiatische Elefanten,
die vor einigen Jahren endlich auch ein grösseres,
schöneres Gehege bekommen haben. Speziell hie-
ran ist, dass die Elefanten beim Schwimmen auch
von unter Wasser beobachtet werden können.
Während der Aussenbereich durch grosszügige
Gehege überzeugt, gäbe es bei den Anlagen im
mehrstöckigen Exotarium durchaus noch Verbes-
serungspotenzial. Nebst den Exoten aus den war-
men Gefilden sind hier auch, in einer gekühlten
Anlage, die Königspinguine untergebracht, wel-
che an Wintertagen, sofern sie kalt genug sind,
sogar mal einen Spaziergang an der frischen Luft
machen dürfen.
In Zürich gelangte erstmals in einem Zoo die Nach-
zucht von Galapagos-Schildkröten; für diese, so-
wie für Kappengibbons und Blaue Pfeilgiftfrösche
führt Zürich das Zuchtbuch.
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