wiesen, dass ihre Mitglieder es zwar gut meinen, aber keine
Ahnung von Tieren haben. Der Schnitzer, den sie sich erlaub-
ten ist zwar längst nicht so tragisch wie damals, als sie forder-
ten, dass Schafe nicht mehr geschoren werden sollen, da sie
dies für Tierquälerei hielten. Dabei müssen Schafe geschoren
werden, weil unsere domestizierten Hausschafe, im Gegen-
satz zu den Wildschafen, ihre Wolle gar nicht mehr von selber
ablegen. Ich habe damals an dieser Stelle darüber berichtet.
Heute aber geht es um ein Tier, das mir selber persönlich wohl-
bekann ist: Es geht um die Hauskatze.

Peta fordert doch tatsächlich, dass Katzen nur noch drinnen
gehalten werden sollen, da draussen zu viele Gefahren drohen
würden in Form von Verkehr, Unfällen, Katzenhassern. So
etwas fasse ich einfach nicht! Zwar ist es kein solch gravieren-
der Aufruf zu Tierquälerei wie bei den Schafen, man kann
Katzen durchaus drinnen halten, aber besser und für die Katze
schöner ist es allemal, wenn sie raus kann. Und artgerechter.
Und darum sollte es einer Tierschutzorganisation doch eigent-
lich gehen! In dieser Hinsicht ist es nicht so, dass ich irgend-
etwas daherplappere- ich gebe zu, das gab es auch schon-,
hier habe ich selber langjährige Katzenerfahrung, sowohl mit
Wohnungskatzen als auch mit Freigängern. Unsere Freigän-
gerkatze ist inzwischen ganze 17 Jahre alt, fast schon 18, für
Katzen ein beinah biblisches Alter. Die Wohnungskatze mei-
ner Kindheit wurde zwar auch alt, aber halt "nur" 13. Dass
also Wohnungskatzen länger leben, kann mir keiner erzählen.
Und wenn die Wohnungskatze mal vom Balkon fällt, dann
hat sie mehr Mühe damit, sich zurecht zu finden als die Frei-
gängerin, die das Quartier schon kennt, sich aufrappelt und
zurück nach Hause marschiert. Sogar der Schweizerische
Tierschutzverband, also die vom Amt ernannten Profis, sind
meiner Meinung und widersprechen der Peta vehement.
Also, liebe Peta: Bevor ihr noch vorschlagt, Shampoo ins
Aquarium zu mischen, um etwas gegen die Schuppen der
Fische zu unternehmen, sag' ich's lieber jetzt gleich: Denkt
lieber mal richtig nach und erkundigt euch nach den Bedürf-
nissen eurer sogenannten Lieblinge, bevor ihr so einen Kat-
zenscheiss erzählt!
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