im Sinne des Jugendschutzes, das legale Alter, in dem Jemand
Zigaretten oder sonstige Tabakwaren kaufen kann, schweiz-
weit von 16 auf 18 Jahre erhöhen.

In einigen Kantonen wird dies bereits so gehandhabt, in anderen
gilt nach wie vor: Ab 16 gibt's Tabak! Womit Herr Berset aber
nun sicher nicht gerechnet hat, ist, von welcher Seite her ihm
Gegenwind entgegenschlägt. Nicht nur von der Tabaklobby,
von der dies zu erwarten war, sondern ausgerechnet von den-
jenigen, für die der Minister dies eigentlich einführen möchte:
von den Jugendverbänden! Das würde nichts fruchten, begrün-
den diese, es würde stattdessen nur den Reiz des Verbotenen
verstärken, so dass es vielen Jugendlichen erst recht noch einen
Kick geben würde, zum Glimmstengel zu greifen. Ich weiss
nicht recht; einerseits scheint mir Herrn Bersets Anliegen
durchaus angebracht, andererseits hat auch die Argumentation
der Jugendverbände viel Wahres in sich. Sofern diese Ver-
bände nicht gerade aus lauter 16jährigen besteht, die eh seit
zwei Jahren rauchen und sich vor dem Abgewöhnen fürchten...
Dies ist aber nicht der Fall, stehen doch jedem Jugendverband
Erwachsene vor. Was uns unweigerlich zu der Frage führen
könnte, weshalb es dann Jugendverband heisse...
Ich persönlich glaube, dass sich am Tabakkonsum der heutigen
Jugend nicht viel ändern wird, egal, ob sie ihn nun bereits mit
16 oder erst mit 18 erhalten; das einzige, was sich ändern wird,
ist, dass die Presse mehr Grund findet, über den Tabakkonsum
der heutigen Jugend zu schreiben... Solche Artikel aber eignen
sich höchstens für zwei Tätigkeiten: um sich den Hintern abzu-
wischen oder um sich eine zu drehen... Na dann, hust, hust!
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