Samstag, 12. November 2016

Kuriose historische Persönlichkeiten: Leonard Cohen


Wenn ich von Depressionen spreche, spreche ich von 
klinischen Depressionen, die der Hintergrund meines 
ganzen Lebens sind, ein Hintergrund voller Angst und 
Beklemmung, einem Gefühl, dass nichts richtig läuft, 
dass Zufriedenheit nicht möglich ist und alle Strategien 
in sich zusammenfallen.“ (Leonard Cohen)

Leonard Norman Cohen (1934-2016), kanadischer
Musiker und Schriftsteller. Leonard Cohen, Kanadier
jüdischer Abstammung, wollte Dichter und Schriftsteller
werden, spielte aber auch seit seiner Jugend Gitarre.
Nachdem er in Kanada tatsächlich schriftstellerisch
und dichterisch tätig wurde- sein Buch "Beautiful
Losers" gilt heute als Klassiker-, zog er in die USA
und startete seine Zweitkarriere als Musiker. Seine
melancholischen Songs, die er mit sonorer, mit den
Jahren immer tiefer gewordener Stimme sang, wur-
den zwar kaum Hitparadenerfolge, doch fast alle-
samt Klassiker. "Bird On A Wire" und "Halleluja"
wurden immer wieder gecovert und dies sogar
guer durch verschiedenste Genres hindurch; so
wirkte Cohens Musik auf Pop, Rock, Folk und
Country gleichermassen, und die Band "Sisters
of Mercy" benannte sich sogar nach einem Cohen-
Song. Cohens Musik wurde oft, auch wenn durch-
aus humoristische Zeilen vorkamen, als "depres-
siv" bezeichnet, und tatsächlich hatte der Künst-
ler zeitlebens mit Depressionen zu kämpfen, die
ihn dazu brachten, sich eine Zeit lang vom Musik-
business zurückzuziehen und sich in ein Zen-
Kloster zu begeben. Cohen, der sich gerne als
Frauenheld gab, ohne deswegen ins Machomäs-
sige zu geraten, wurde sogar Zenmönch, be-
stand aber darauf, dass seine Religion immer
die Jüdische war. Im hohen Alter brachte er
noch ein paar Alben heraus, dann verstarb er
am 7. November 2016 mit 82.

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