Donnerstag, 16. Mai 2013

Die sehenswerte DVD: "All About Evil"


Hin und wieder kommt es vor, dass ein Kinofilm bei uns
entweder gar nicht anläuft oder im Kino kaum Aufmerk-
samkeit bekommt. Gerade im Horrorgenre ist dies öfters
der Fall. Seit der Erfindung der DVD brauchen wir auf
diese Filme aber nicht mehr ganz zu verzichten. Der
Slasher-Horror-Streifen "All About Evil" zählt in diese
Kategorie. Nun bin ich kein Fan von Slasher-Horror,
da mir diese Stories oft zu vorhersehbar und zu brutal
sind, dieser hier aber geht von einer durchaus interes-
santen Story aus. Zwar ist auch er sehr brutal, es fliessen
Unmengen von Filmblut und die Leichen mehren sich im
Verlauf der Handlung, dennoch... Hauptperson des
Films ist Deborah Tennis, Eignerin eines Filmtheaters,
genial gespielt von Natasha Lyonne. Als ihre böse Stief-
mutter ihr das Kino wegnehmen will, bringt sie diese um.
Die Kameras im Foyer haben alles aufgezeichnet, und
durch eine Verwechslung wird statt des Hauptfilms diese
Aufzeichnung im Vorführsaal gezeigt. Das Publikum
hält das Ganze für eine Inszenierung und ist begeistert.
Deborah wird als neues Regie-Genie gefeiert und filmt
und mordet weiter, wobei sich eine extrem soziopathische
Persönlichkeit herauskristallisiert. Einzig der junge Steven
(Thomas Dekker), einst ihr grösster Fan, erkennt das
perfide Spiel, doch seine Warnungen kommen zu spät.
Wie in vielen Horrorfilmen spielen auch hier Teenager
die Hauptrollen, welche sich den erst ab 18 freigegebenen
Film selber gar noch nicht ansehen dürften. In einer der
Nebenrollen, einem dicken, toughen Mädchen namens
Lolita, erleben wir Ashley Fink, deren Rolle stark an jene
der Lauren Zizes in "Glee" erinnert. Herausragend auch
Jack Donner als greiser Conferencier und Filmvorführer
Mr. Twix, der Deborah in ihrem Wahn durch seine eigene
Psychopathie noch bestärkt. Donners Schauspiel erinnert
dabei gar an Vincent Price und Christopher Lee, die gros-
sen Altmeister des Horror-Genres. Dennoch, nach so viel
Blut, da sehnt man sich nach, wenn schon ein Horrorfilm,
nach einem guten alten Mystery-Grusler, der nicht in die
Slasher-Kategorie fällt.

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